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Seife auf Olivenölbasis

Seit der Antike wurde Olivenöl als Salbe und Heilmittel für den Körper verwendet. Man erkannte seine hautpflegenden, beruhigenden und entzündungshemmenden Eigenschaften sowie seine hohe Reinigungswirkung. Hippokrates, der Vater der westlichen Medizin, war der Erste, der die therapeutischen Vorzüge verstand und empfahl, es nicht nur in der Ernährung, sondern auch für die Körperpflege reichlich zu verwenden. Nach Hippokrates füllte auch Galen, ein berühmter Arzt der Antike, sein Rezeptbuch mit Heilmitteln auf Basis von Olivenöl und Wildkräutern.

Es waren dann die Benediktinermönche, die den „Balsam des Samariters“ verbreiteten, der aus Olivenöl, Wein und Eiweiß gemischt wurde. Dieses Mittel wurde in der Volksmedizin weiter verwendet, da es eine beruhigende Wirkung bei Dermatitis mit Juckreiz, Rötungen, trockener und schuppiger Haut, Verbrennungen und Sonnenbränden hatte.

Dank der fortschreitenden wissenschaftlichen Forschung ist heute bekannt, dass Olivenöl eine wohltuende Wirkung auf die Haut hat, da es reich an Antioxidantien und Vitamin E ist.

Die hochwertigsten Seifen basieren daher auf Olivenöl und können auch zu Hause hergestellt werden, entweder im Heiß- oder Kaltverfahren, unter Verwendung von Natronlauge und destilliertem Wasser oder in seltenen Fällen Milch.

Die Aleppo-Seife – auch als Ghar-Seife bekannt – wird als Vorläufer aller Seifen betrachtet. Sie wurde von syrischen Handwerkern der Stadt ausschließlich aus Olivenöl hergestellt, dem eine variable Menge an Lorbeeröl beigemischt wurde, was sie ideal für Menschen mit Allergien, Unverträglichkeiten und Reizungen macht. Sie kann auch in anderen Bereichen als der Kosmetik verwendet werden, etwa als Waschmittel für die Wäsche oder in Schränken zur Abwehr von Motten und Milben.

Die Marseille-Seife gilt als direkter Nachfolger der Aleppo-Seife. Ihre Produktion begann in Frankreich ab dem 12. Jahrhundert, nachdem die Kreuzfahrer die Aleppo-Seife nach Europa gebracht hatten. In Marseille verwendeten viele Seifenhersteller lokal produziertes Olivenöl und Kaliumcarbonat (Soda), das aus der Asche der verbrannten Pflanze Salicornia gewonnen wurde, als Rohmaterial. Sie hat eine eher feste Konsistenz, eine grüne oder gelbe Farbe und einen charakteristischen, von vielen als „frisch“ empfundenen Duft. Im Handel gibt es viele Seifen, die auf dem Etikett „mit Marseille-Seife“ oder „mit dem Duft von Marseille-Seife“ tragen, aber oft handelt es sich um synthetische Reinigungsmittel, die mit Parfüm und Zusatzstoffen angereichert sind.